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Didaktik

Die EP Kaderschule wählt einen didaktischen Ansatz, welcher erlaubt, die Studierenden dort abzuholen, wo sie stehen und ihnen die Möglichkeit gibt, während dem Studium ihre Handlungskompetenz bzw. Managementkompetenz Schritt für Schritt auf- und auszubauen und schlussendlich zu festigen.

Der gewählte didaktische Ansatz wirkt sich unter anderem auf die Wahl der geeigneten Unterrichtsformen, der adressatengerechten Prüfungsformen und Lehrmittel aus. Das vorliegende Konzept basiert auf den Erkenntnissen der Metastudie von John Hattie (https://www.lernensichtbarmachen.ch/hatties-studien).

Daraus gliedert sich der didaktische Ansatz in folgende drei Stufen:

  • Vermittlung von grundlegendem Wissen und dessen Anwendung in einfachen Fallbeispielen. Hier entsteht vor allem Wissen und Freude am Lernen
  • Vermittlung von vertieftem Wissen und dessen Anwendung in einfachen Fallstudien. Hier entsteht vor allem Qualifikation und Selbstvertrauen
  • Vermittlung von anspruchsvollem Wissen und dessen Anwendung in komplexen Praxisfällen. Hier entsteht vor allem Handlungskompetenz bzw. Managementkompetenz und Souveränität

 

Die einzelnen Module sind jeweils in Lehrplänen detailliert beschrieben und mit den Handlungskompetenzen des Rahmenlehrplans referenziert.

Aufbau einer Lerneinheit

Jede Lerneinheit gliedert sich in der Regel in folgende Schritte:

  • Warm-up
  • Lernzielsetzung
  • Wissen und Anwendung
  • Lernzielüberprüfung
  • Selbtststudium

Warm-up

Das Warm-up dauert max. 15 Minuten. Sinn und Zweck dieses Lernelements ist der Rückblick auf die letzte Lerneinheit, um noch offene Fragen zu klären. Im Vordergrund steht das Verständnis (nicht Wissen!) der abgeschlossenen Lerninhalte und deren Einbettung in den gesamten Lernkontext des jeweiligen Moduls.

Lernzielsetzung

Die Lernzielsetzung dauert max. 5 Minuten. Sinn und Zweck dieses Lernelements ist die Begründung der Lernziele der anstehenden Lerneinheit unter Berücksichtigung der Taxonomie-stufe: „Welche Lernziele verfolgen wir in der heutigen Lerneinheit und warum sind diese für die Praxis relevant“?

Wissen und Anwenden

Sinn und Zweck dieses Lernelements ist die Wissensvermittlung im Zusammenhang mit den vorgestellten Lernzielen. Dabei steht die Einführung von zeitgemässen und praxisorientierten Methoden und Instrumenten im Vordergrund. Reihenfolge und Gewichtung von Wissens-und Anwendungselementen sind modulspezifisch.

Lernzielüberprüfung

Jede Lerneinheit wird mit einer Lernzielüberprüfung abgeschlossen. Sinn und Zweck dieses Lernelements ist der Vergleich der gesetzten Lernziele mit den diskutierten Lerninhalten. Offene Punkte werden auf die nächste Lerneinheit übertragen.

Begleitetes Selbststudium

Sinn und Zweck dieses Lernelements ist die selbständige Überprüfung der im Präsenzunterricht diskutierten Lerninhalte. Dieses Lernelement bereitet die Studierenden auf Zwischenprüfungen und Modulprüfungen vor.

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Design des Lerncontrollings

Es gilt zum Lerncontrolling der Höheren Fachschule der Grundsatz, dass Lernen nicht primär dahin zielt, eine Prüfung zu bestehen, sondern dass die Prüfung dazu dient, den Studierenden die Möglichkeit einer individuellen Standortbestimmung zu geben. Eine Reduktion des Lernens zu einer reinen Prüfungsvorbereitung pervertiert das Ziel des Aufbaus von Handlungskompetenz bzw. Managementkompetenz!

Das Lerncontrolling ist im jeweiligen Prüfungsreglement detailliert beschrieben. Dieses umfasst formative und abschliessende Elemente. Das Prüfungsreglement der Höheren Fachschule gibt detailliert Auskunft über die gewählten Prüfungsformen pro Modul.

Profil der Dozierenden oder: auf die Haltung der Dozierenden kommt es an!

Die formalen Anforderungen an die Dozierenden an einer Höheren Fachschule sind in der entsprechenden Mindestverordnung festgelegt.

Das idealtypische Profil einer Dozentin bzw. eines Dozenten aus Sicht der EP Kaderschule lässt sich wie folgt beschreiben:

  • Die Dozierenden sind von ihrem Fachgebiet fasziniert und können ihre Leidenschaft an die Studierenden kompetent  weitergeben. Sie vermitteln den Stoff aus Liebe zum Thema
  • Sie schaffen laufend den Bezug zur unternehmerischen Praxis
  • Sie begegnen ihren Studierenden mit Wertschätzung und Respekt
  • Sie orientieren sich primär an den individuellen Lernfortschritten der Studierenden und nicht an deren Schwächen und Lerndefiziten
  • Sie pflegen mit den Studierenden eine regelmässige und unmittelbare Feedbackkultur
  • Sie führen ihre Klassen stringent (der Regel entsprechend) und geben verständliche und klare Anweisungen, sei dies zum Kursinhalt (Lernziele) oder zu vorgegebenen oder vereinbarten Verhaltensregeln
  • Sie pflegen eine Fehlerkultur: sie verstehen Fehler als eigentliche Triebfeder allen Lernens!
  • Sie ermöglichen ein offenes Klassenklima, das sich durch gegenseitige Wertschätzung auszeichnet. Lachen ist erwünscht: Unterricht darf allen Beteiligten Spass machen!
  • Die Dozierenden unterstützen sich gegenseitig jederzeit und ungefragt

All dies steht nie im Widerspruch zu einer leistungsorientierten Lernkultur.