Didaktik

Unsere didaktischen Leitlinien – Sie zeigen unsere Leitplanken, an denen wir unsere Lerneinheiten ausrichten.

Folgende Ziele verfolgen wir mit dem didaktischen Konzept:

  • Die Dozierenden verfügen über ein didaktisches Konzept, das ihnen bei der Planung, Umsetzung, Reflexion und Weiterentwicklung der Lerneinheiten als Basis dient.
  • Die Umsetzung des Konzepts in den Lerneinheiten orientieren sich stets an den gemeinsam erarbeiteten Grundprinzipien.
  • Die Umsetzung unseres Konzepts erfüllt die Qualitätsanforderungen einer modernen, attraktiven und professionellen Weiterbildung auf der Tertiär B Stufe.
  • Durch die Anwendung und Umsetzung unseres didaktischen Konzepts im Schulalltag gewinnen die Lerneinheiten an Profil und Qualität.

Der gewählte didaktische Ansatz wirkt sich unter anderem auf die Wahl der geeigneten Unterrichtsformen, der adressatengerechten Prüfungsformen und Lehrmittel aus. Das vorliegende Konzept basiert auf den Erkenntnissen der Metastudie von John Hattie (Visible Learning, 2009) (https://www.lernensichtbarmachen.ch/hatties-studien).

Daraus gliedert sich der didaktische Ansatz in folgende drei Stufen:

1. Studienjahr: Vermittlung von grundlegendem wissenschaftlichen Wissen und dessen Anwendung mit praxisbezogenen Fallbeispielen bzw. Projekt- und Modularbeiten. Hier entsteht vor allem Wissen, Eigenverantwortung, Lernmotivation und die ersten Umsetzungsansätze im beruflichen Kontext der Studierenden.

2. Studienjahr: Vermittlung von vertieftem Wissen, Umsetzung mittels Fallstudien, Beispielen aus der beruflichen Praxis. Hier entsteht vor allem Qualifikation und Selbstvertrauen.

3. Studienjahr: Vermittlung von anspruchsvollem Wissen, wissenschaftliche Auseinandersetzung, dessen Anwendung in komplexen Praxisfällen und Umsetzung im Unternehmen. Hier entsteht Handlungskompetenz bzw. Managementkompetenz und Souveränität.

Die einzelnen Module sind jeweils in Lehrplänen detailliert beschrieben und mit den Handlungskompetenzen des Rahmenlehrplans referenziert.

Aufbau einer Lerneinheit

Jede Lerneinheit gliedert sich in der Regel in folgende Schritte:

  • Warm-up
  • Lernzielsetzung
  • Wissen und Anwendung (Mini Cases | Fallstudien)
  • Lernzielüberprüfung
  • Selbststudium

Warm-up

Das Warm-up dauert max. 15 Minuten. Sinn und Zweck dieses Lernelements ist der Rückblick auf die letzte Lerneinheit, um noch offene Fragen zu klären. Im Vordergrund steht das Verständnis (nicht Wissen!) der abgeschlossenen Lerninhalte und deren Einbettung in den gesamten Lernkontext des jeweiligen Moduls.

Lernzielsetzung

Die Lernzielsetzung dauert max. 5 Minuten. Sinn und Zweck dieses Lernelements ist die Begründung der Lernziele der anstehenden Lerneinheit unter Berücksichtigung der Taxonomie-Stufe: „Welche Lernziele verfolgen wir in der heutigen Lerneinheit und warum sind diese für die Praxis relevant“?

Wissen und Anwenden

Sinn und Zweck dieses Lernelements ist die Wissensvermittlung im Zusammenhang mit den vorgestellten Lernzielen. Dabei steht die Einführung von zeitgemässen und praxisorientierten Methoden und Instrumenten im Vordergrund. Reihenfolge und Gewichtung von Wissens-und Anwendungselementen sind modulspezifisch.

Lernzielüberprüfung

Jede Lerneinheit wird mit einer Lernzielüberprüfung abgeschlossen. Sinn und Zweck dieses Lernelements ist der Vergleich der gesetzten Lernziele mit den diskutierten Lerninhalten. Offene Punkte werden auf die nächste Lerneinheit übertragen.

Begleitetes Selbststudium - Distance Learning

Sinn und Zweck dieses Lernelements ist die selbständige Überprüfung der im Präsenzunterricht und im Distance Learning diskutierten Lerninhalte. Dieses Lernelement bereitet die Studierenden auf Zwischenprüfungen und Modulprüfungen vor.

Es geht jedoch nicht nur um Effizienz der Aufnahmefähigkeit. Es geht uns vor allem auch darum, sicherzustellen, dass sich unsere Studierenden nicht isoliert fühlen. Das heisst, wir unterstützen sie, damit sich die Studierenden im Distance Learning nicht allein gelassen fühlen.

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Design des Lerncontrollings

Es gilt zum Lerncontrolling der Höheren Fachschule der Grundsatz, dass Lernen nicht primär dahin zielt, eine Prüfung zu bestehen, sondern dass die Prüfung dazu dient, den Studierenden die Möglichkeit einer individuellen Standortbestimmung zu geben. Eine Reduktion des Lernens zu einer reinen Prüfungsvorbereitung pervertiert das Ziel des Aufbaus von Handlungskompetenz bzw. Managementkompetenz!

Das Lerncontrolling ist im jeweiligen Prüfungsreglement detailliert beschrieben. Dieses umfasst formative und abschliessende Elemente. Das Prüfungsreglement der Höheren Fachschule gibt detailliert Auskunft über die gewählten Prüfungsformen pro Modul.

Profil der Dozierenden oder: auf die Haltung der Dozierenden kommt es an!

Die formalen Anforderungen an die Dozierenden an einer Höheren Fachschule sind in der entsprechenden Mindestverordnung festgelegt.

Das idealtypische Profil einer Dozentin bzw. eines Dozenten aus Sicht der EP Kaderschule HF lässt sich wie folgt beschreiben:

  • Die Dozierenden sind von ihrem Fachgebiet fasziniert und können ihre Leidenschaft an die Studierenden kompetent  weitergeben. Sie vermitteln den Stoff aus Liebe zum Thema
  • Sie schaffen laufend den Bezug zur unternehmerischen Praxis
  • Sie begegnen ihren Studierenden mit Wertschätzung und Respekt
  • Sie orientieren sich primär an den individuellen Lernfortschritten der Studierenden und nicht an deren Schwächen und Lerndefiziten
  • Sie pflegen mit den Studierenden eine regelmässige und unmittelbare Feedbackkultur
  • Sie führen ihre Klassen stringent (der Regel entsprechend) und geben verständliche und klare Anweisungen, sei dies zum Kursinhalt (Lernziele) oder zu vorgegebenen oder vereinbarten Verhaltensregeln
  • Sie pflegen eine Fehlerkultur: sie verstehen Fehler als eigentliche Triebfeder allen Lernens
  • Sie ermöglichen ein offenes Klassenklima, das sich durch gegenseitige Wertschätzung auszeichnet. Lachen ist erwünscht: Unterricht darf allen Beteiligten Spass machen
  • Die Dozierenden unterstützen sich gegenseitig jederzeit und ungefragt

 

All dies steht nie im Widerspruch zu einer leistungsorientierten Lernkultur.